„Dove“ wirbt in den USA mit Trans-Frau als Mutter

„Wir sind beide seine biologischen Eltern“

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Dove-Werbung
YouTube/Dove US

Wieder geht der niederländisch-britische Konzern Unilever mit einer Werbekampagne für „Dove“-Pflegeprodukte einen neuen Weg. Im Zuge der neuen Kampagne „#RealMoms“ stellt „Dove“ in einem US-weit gezeigten Spot auch eine Trans-Frau vor, die mit ihrer Frau den gemeinsamen Sohn großzieht.

„Wir werden beide seine Mütter sein“

„Wir sind beide seine biologischen Eltern“, erklärt Shea in dem Spot. Sie ist eine von sieben Müttern, die in dem Film portraitiert werden. „Es gibt Leute, die sagen dann ‚Was meinst du, du bist die Mutter?‘ Dann sagen wir ‚Yep, wir werden beide seine Mütter sein‘“, so Shea.

Mit der Kampagne möchte „Dove“ unter anderem „Stereotype über das Muttersein zerschlagen und beweisen, dass es keine Regeln gibt, wie ein Elternteil heutzutage zu sein hat“, wie es in der Presseaussendung zu der Kampagne heißt.

Kampagne soll Müttern die Angst nehmen, nicht perfekt zu sein

Denn einer Studie unter 6.000 Müttern zufolge, die der Pflegeprodukte-Produzent in den USA durchgeführt hat, glauben 72 Prozent der Mütter, nicht genug für ihre Kinder zu tun. Und gar 92 Prozent der befragten Mütter glauben, die Medien würden Mutterschaft nicht angemessen darstellen.

Dabei ist eigentlich nur eines klar: „Es gibt nicht den einen richtigen Weg, das alles zu machen“, erklärt auch Trans-Mutter Shea in dem Spot. Mutterschaft lebe von der Vielfalt und den eigenen Vorstellungen, ein Kind zu erziehen, so die Botschaft. In einem zweiten Flim sollen „echte Väter“ schon bald über ihre Rolle reden können.