Bei der diesjährigen Wiener Regenbogenparade, die am Samstag stattfindet, sind weniger Unternehmen als Sponsoren vertreten als im Vorjahr. Das berichtet der Standard . Die Zahl der privaten Geldgeber ist von 45 auf 38 zurückgegangen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Fokus
Auch international zeigt sich ein ähnliches Bild: Laut der New York Times haben rund 25 Prozent der früheren Sponsoren der New York Pride, darunter Konzerne wie Pepsi, Nissan und Mastercard, ihr Engagement stark reduziert oder ganz beendet.
In Wien führt die Veranstalterin der Vienna Pride den Rückgang auf wirtschaftliche Gründe zurück. „Wir führen das nicht primär auf Haltungsthemen zurück, sondern auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen“, sagt Katharina Kacerovsky-Strobl, Geschäftsführerin der Stonewall GmbH, dem Standard.
Neue Sponsoren und starke öffentliche Unterstützung
Von den Unternehmen, die sich 2025 von der Wiener Pride zurückgezogen haben – darunter bekannte Marken wie Durex oder Absolut Vodka – gaben mehrere auf Anfrage an, dass sie weiterhin zur LGBTI-Community stünden, aber ihre Sponsorings verlagert oder aufgrund von Budgetkürzungen gestrichen hätten. Eine grundsätzliche Abkehr von Diversitäts- und Inklusionsthemen wurde von keiner der befragten Firmen genannt.
Trotzdem konnte die Vienna Pride auch neue Partner gewinnen. Die stärkste Unterstützerin bleibt aber die Stadt Wien: Aus dem Stadtbudget fließen dieses Jahr 630.000 Euro in die Organisation des Pride Village am Rathausplatz sowie der Parade selbst. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (NEOS) betont: „Wien ist und bleibt Regenbogenhauptstadt.“

